Verlängertes Wochenende in Quito
geschrieben von verenahugo | 12 Okt, 2007Am Samstag Nachmittag und Sonntag besuchen wir die wunderschönen, zahlreichen Kirchen der Stadt. Meistens sind sie in verschiedenen Stilen gebaut, vorwiegend Barock mit maurisch-indigenen Verzierungen; eine reizvolle Mischung, die wir auch in andern Städten Südamerikas angetroffen haben: die Indigenen haben im Auftrag der Spanier Steinmetzarbeiten gemacht und dabei ihre eigenen Symbole und Zeichen gestaltet. Aussen sind die Kirchen weiss, was besonders nachts, wenn sie beleuchtet sind, attraktiv aussieht. Das Innere ist reich mit Gold verziert, am grossartigsten die Compania de Jesus, die Jesuitenkirche, die einem vor lauter Verzierungen und Glanz den Atem nimmt. Die Gottesdienste beeindrucken uns: Die Priester folgen der Liturgie, die Leute in der Kirche sind teils vertieft, andere kommen oder gehen, Familien sind da, Kinder gehen umher, die Orgel ist immer elektronisch, die Melodien einfach, singbar, aber häufig falsch. Viele Familien kommen sonntags nach Quito, um die Bauwerke zu bestaunen.
Jeden Sonntag ist die Stadt bis 15 Uhr verkehrsfrei. Wo wochentags FussgängerInnen ums Überqueren der Strassen kämpfen, spazieren jetzt Leute und ganze Familien radeln auf ihren Fahrrädern. An diesem speziellen Sonntag gedenkt man in Südamerika des 40. Todestages von Che Guevara: auf den Plätzen gibt es Veranstaltungen mit Konzerten, Tanz und Theater.
Am letzten Tag fahren wir zum Äquator, nach Midad del Mundo. Der "alte Äquator" ist 200 m neben dem neuen, mit GPS vermessenen. In einem Museum erleben wir den Äquator hautnah mit verschiedenen Versuchen. Am eindrücklichsten ist uns jener mit dem Wasser-Auslauf in der Badewanne: 1 m südlich des Äquators entsteht eine Spirale im Uhrzeigersinn, 1 m nördlich in der gegenteiligen Richtung!
Jetzt sind wir seit Mittwoch Mittag wieder zu Hause: pünktlich, glücklich, erfüllt, gesund, bewahrt, willkommen. Am Wochenende haben wir die Grosskinder, wir freuen uns auf die beiden Buben, so wie wir uns auch auf den Alltag in Brügg freuen.
Mit diesem Text schliessen wir unsern Bolg ab. Wir danken herzlich für alle Rückmeldungen, auch auf die privaten Mailadressen und hoffen, bald wieder etwas von euch zu hören oder euch zu sehen.